Schmerzen der Halswirbelsäule, des Nackens und der Schulter

Nackenschmerzen und Verspannungen im Schulter-Hals-Bereich sind die häufigsten Symptome bei Beschwerden der oberen Wirbelsäule.


Manchmal entstehen dabei auch vom Nacken ausstrahlende Schmerzen in den Arm oder in die Finger. Hierbei kann es zu Gefühlsstörungen der Finger oder auch zum Einschlafen der ganzen Hand kommen. Ebenso können Ausstrahlungen vom Nacken in den Hinterkopf auftreten, die manchmal mit Schwindel, Kopfschmerzen oder Ohrgeräusch verbunden sind. Häufiges Symptom ist neben dem Schmerz oftmals die eingeschränkte Beweglichkeit des Kopfes, sodass das Drehen und der Blick zur Seite oder nach hinten schmerzhaft ist oder aber nicht mehr vollständig durchgeführt werden kann. Selbst Symptome, die zunächst nicht mit Nackenschmerzen verbunden sind, lassen sich manchmal auf Störungen der oberen Wirbelsäule zurückführen. Insbesondere bei Schmerzen des Ellenbogens (Tennisellenbogen, Golferellenbogen) liegt die Ursache der Schmerzen oftmals in einer Störung der Halswirbelsäule.


Damit Sie schnell zu den für Sie wichtigen Hilfsmöglichkeiten gelangen, haben wir die Kapitel zur Halswirbelsäule nach diesen Symptomen geordnet.
Im ersten Kapitel finden Sie den Bereich der Muskelverspannungen und Muskel- verhärtungen, im zweiten Kapitel gehen wir näher darauf ein, was Sie bei einer eingeschränkten und schmerzhaften Beweglichkeit tun können.


Im dritten Kapitel behandeln wir auch Schmerzen, die vom Nacken in die Arme ausstrahlen oder zum Einschlafen der Hände und Finger führen. Im letzten Kapitel zur Halswirbelsäule stellen wir Ihnen dann die Möglichkeiten der Selbsthilfe bei Kopfschmerzen, Schwindel und Ohrgeräusch vor.


In jedem Kapitel ist auch eine gezielte Anleitung zur Selbstuntersuchung aufgeführt. Damit Sie Ihre Beschwerden besser einordnen können, kann auch schon jetzt eine kleine Selbstuntersuchung Ihrer Halswirbelsäule und der Schulter- und Nackenmuskulatur hilfreich sein.

 

Verspannungen und Verhärtungen

(Med.: Myogelosen / Muskelhartspann)

Muskelverspannungen und Verhärtungen im Nackenbereich sind die häufigsten Symptome bei Schmerzen in der Region der Halswirbelsäule und des Schultergürtels.

Sie sind eine typische Folge von Bewegungsmangel und überwiegend sitzenden Beschäftigungen.

Aber auch die zunehmenden Stressbelastungen, hohe Leistungsanforderungen, fehlende oder nur kurze Ruhephasen führen fast automatisch zu Anspannungen dieser Muskeln.

Symptome

Verspannungen und Muskelverhärtungen im Bereich der Halswirbelsäule ziehen sich oftmals bis in die Schulterregion und den oberen Bereich der Brustwirbelsäule. Dies kann mit einem Gefühl der Verspanntheit oder einer nicht ganz freien Beweglichkeit verbunden sein. Manchmal bestehen auch keine offensichtlichen Beschwerden, nur wenn die Muskeln untersucht werden, spürt man dort eine Härte. Erst bei Anspannung oder Druck auf den verhärteten Muskel kommt es dann zum Auslösen von Schmerzen.

Durch die Muskelverspannung kann es auch zu einer Behinderung des Lymphabflusses kommen, wodurch ein Anschwellen der Finger und Hände entsteht.

Selbstcheck

Überprüfen Sie die Muskeln des Halses, indem Sie mit Ihren Händen über den seitlichen Halsbereich und über den hinteren Anteil der Schulter streichen. Durch leichten Druck können Sie dabei die oberflächlichen Muskeln spüren. Bei Muskelverspannungen ist die Muskulatur verhärtet oder schmerzhaft. Durch die vorsichtige, meist als angenehm empfundene Massage lassen sich die verhärteten Bezirke oder Muskelstränge herausfinden.

Mögliche Ursachen

Eine Muskelverspannung ist die Folge der Überreizung eines Muskels, die zu einer Verkrampfung der Muskelfasern führt. Die entstehende Verhärtung des Muskels verliert bei längerem Bestehen oftmals an Schmerzhaftigkeit. Durch diese Dauerspannung des Muskels kommt es dazu, dass die Muskelfasern in diesem Bereich nicht mehr so gut durchblutet werden. Der Stoffwechsel im Muskel ist so stark vermindert, dass ein negativer Kreislauf entsteht, aus dem heraus sich die Verspannung nicht mehr allein lösen kann.

Auslösende Situationen

  • Arbeitsplatz und Sitzposition: Die Nackenmuskulatur neigt durch überwiegend sitzende Tätigkeit zu Verspannungen.
  • Wind und Zugluft: Sie kann sich aber auch durch Zugluft, wie z. B. durch ein offenes Fenster, kalten Wind (besonders nach körperlicher Anstrengung), verspannen.
  • Stress und innere Anspannung: Gerade die Nackenmuskeln, der Schulterblattheber und die vorderen Halsmuskeln reagieren sensibel auf innere Anspannung und Stress, indem sie sich anspannen oder sogar verkrampfen.
  • Falsches Training: Ebenso können Verspannungen durch ein unvorsichtiges oder zu schweres Training (Freihantel), Bankdrücken oder das Heben zu schwerer Gegenstände entstehen.
  • Muskelzerrung: Eine plötzliche Überlastung des Muskels führt zu einer Muskelzerrung (Überdehnung), die wiederum eine Anspannung des Muskels auslöst, um vor einer weiteren Verletzung zu schützen.

Übungen zur Selbsthilfe

Durch zusätzliche leichte Dehnungs- und Bewegungsübungen helfen Sie dem Muskel, die Verspannung aufzulösen und die durch den Stoffwechselstau entstandenen Schadstoffe schneller wieder abzutransportieren. Die Durchblutung wird verbessert und die Entspannung der Muskulatur wird gefördert.

 

Schmerzhafte Bewegungssteife

(Med.: akuter Torticollis [Schiefhals], Wirbelblockierung)

Wenn Sie den Kopf drehen oder neigen, sind viele Muskeln im Einsatz. Die Wirbelkörper der Halswirbelsäule und der oberen Brustwirbelsäule drehen oder neigen sich gegeneinander, sodass die gewünschte Bewegung möglich wird. Gesichert wird der Bewegungsablauf durch die umgebenden Gelenkkapseln der kleinen Wirbelgelenke, die stabilisierenden Bänder und die Muskulatur.

Immer wenn es zu Störungen in diesem Bewegungssystem kommt, kann es auch zu einer Einschränkung der Beweglichkeit kommen. Bei akut entstehenden Schmerzen merken Sie sofort, welche Bewegungsrichtung einge schränkt ist. Wenn sich dies, z.B. im Alter, sehr langsam vollzieht, wird es zumeist nicht bewusst wahrgenommen.

Symptom

Sollte eine Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule bestehen, spricht man von einer Bewegungssteife. Wenn zudem eine schmerzhafte Muskel- verspannung besteht, spricht man von einer schmerzhaften Bewegungs- einschränkung.


Bei der akuten Wirbelblockierung ist die Beweglichkeit nach einer Seite wegen der Schmerzen sehr vermindert, zur anderen Seite kann der Kopf besser gedreht werden. Manchmal lassen sich bei Blockierungen an der Halsseite einzelne schmerzhafte Punkte ertasten.

Selbstcheck

Setzen Sie sich auf einen Stuhl, sodass Sie mit dem Oberkörper gerade sitzen, und drehen Sie den Kopf einmal langsam nach rechts, als ob Sie nach hinten sehen wollten. Die Ausgangsposition, der Blick geradeaus, entspricht der Null-Position. Bei sehr guter Beweglichkeit können Sie den Kopf so weit drehen, dass Sie genau seitlich schauen können, dies entspricht der Position bei 80 bis 90 Grad. Den gleichen Test können Sie für die Gegenseite ausführen. Sollte es auffällige Unterschiede zwischen der Bewegung nach rechts und nach links geben oder die Beweglichkeit im Drehen weniger als 75 Grad sein (das Kinn sollte so weit gedreht werden können, dass es sich, von oben gesehen, weiter seitlich als die Brustwarze befindet), handelt es sich um eine Bewegungseinschränkung. Ein leichter Unterschied zwischen den Seiten ist jedoch normal.


Den gleichen Test können Sie behutsam für das Zur-Seite-Neigen des Kopfes durchführen. Hier sollte beidseits eine Bewegung von 25 Grad möglich sein, für das Vorwärtsneigen 30 Grad und das Rückwärtsneigen 50 Grad (besonders diese Bewegung bitte langsam und mit Vorsicht probieren).

Mögliche Ursachen

Um die Ursachen der Bewegungseinschränkung besser zu verstehen, ist es zunächst wichtig zu überlegen, wie die Bewegungseinschränkung entstanden ist und ob zusätzlich eine Schmerzhaftig-keit vorliegt. Bei einseitigen Muskelverspannungen (siehe Kapitel 1), die z. B. durch Überlastung des Muskels, Wind- oder Kälteeinwirkung entstehen, kann die Dehnung und Verdrehung des entzündeten Muskels schmerzhaft sein, sodass hieraus eine Bewegungseinschränkung resultiert. Der Schmerz lässt jedoch nach einer Dehnung oder Entspannung des Muskels zumeist nach. Bei Blockierungen der kleinen Wirbelgelenke, die die Bewegung von einem Wirbelkörper zum nächsten weiterleiten, wird der Schmerz durch kleine Muskeln, die direkt an der Wirbelsäule ansetzen, ausgelöst. Die tiefliegenden Muskeln sind von außen kaum zu ertasten, sie ermöglichen aber die Fein-steuerung unserer Bewegung und können z. B. durch eine ungeschickte Bewegung oder ein nächtliches Verliegen verkrampfen. Die akute Blockierung selber kann nur durch einen Arzt mit einer speziellen Ausbildung (Chirothe-rapeut, Manualtherapeut oder Osteopath) gelöst werden.


Manchmal gelingt es aber durch muskelentspannende Behandlungen, die Halswirbelsäule so weit zu entspannen, dass sich die Blockierung nach einiger Zeit von selber lösen kann.

Übungen zur Selbsthilfe bei Schmerzen der Halswirbelsäule, des Nackens oder der Schulter

Sie können die oberflächlichen Muskelanteile durch Übungen und Wärmeanwendungen entspannen, zusätzlich können Sie bei Blockierungen spezielle Bewegungsübungen hinzunehmen, die ein langsames Lösen der Blockierung ermöglichen

 

Ausstrahlende Schmerzen, Einschlafende Arme/Finger

(Med.: Cervicobrachilagie)

Schmerzen, die vom Hals in die Arme und Hände ausstrahlen, können über eine Verkrampfung der Muskulatur ausgelöst werden, sie können aber auch Folge von Irritationen der Nerven durch Verschleiß der Halswirbelsäule oder Bandscheiben- veränderungen sein.

Wichtige Fragen, um die Schmerzen besser zu verstehen, sind:

  • Wann sind die Schmerzen erstmals aufgetreten?
  • Ist die Ausstrahlung immer gleich?
  • Kommt es zum Einschlafen bestimmter Finger?
  • Sind die Schmerzen abhängig von der Veränderung der Kopfhaltung?

Symptom

Bei ausstrahlenden Schmerzen, die durch Muskelverspannungen ausgelöst werden, entsteht zumeist keine sehr große Schmerz -haftigkeit. Oft ist der Schmerz morgens stärker ausgeprägt und verliert sich im Laufe des Tages durch die zunehmende Bewegung. Wärme und lokale Massagen führen schnell zu einer Verbesserung der Ausstrahlung. Wenn es nachts zu einem Einschlafen der Finger oder Hände kommt, manchmal sogar an beiden Armen, und dies dann nach leichtem Ausschütteln der Hände abklingt, spricht dies für eine Muskelverspannung. Das Ausschütteln der Arme führt zu einer Entspannung der Nackenmuskulatur und die durch das Liegen entstandene Verkrampfung mit Einengung der Armnerven wird aufgelöst.

In seltenen Fällen ist eine zusätzliche Rippe, eine Fehlposition der Rippe, eine veränderte Lage der Blutgefäße, die zum Arm führen, oder ein ungünstig verheilter Schlüsselbeinbruch die Ursache. Vorsichtshalber sollte bei diesen Schmerzen deshalb eine weitere ärztliche Untersuchung erfolgen.

Selbstcheck

Drehen Sie den Kopf einmal vorsichtig zur Seite und beobachten Sie, ob es dabei zu einer Ausstrahlung der Schmerzen in den Arm oder die Schulterregion kommt und in welche Region die Schmerzen ausstrahlen. Zusätzlich können Sie den Kopf einmal leicht zur Seite neigen und auch hier überprüfen, ob eine Ausstrahlung entsteht. Wichtig ist auch, ob die Ausstrahlung bestehen bleibt oder von selbst wieder abklingt. Kommt es zum Einschlafen bestimmter Finger oder zu Gefühlsstörungen im Bereich des Oberoder Unterarms?

Prüfen Sie, ob Sie die Schulter frei bewegen können, das heißt, ob Sie mit der Hand hinter den Kopf greifen können und den oberen und unteren Rücken erreichen (Schulter-und Schürzengriff). Wenn es hierbei zu Schmerzen kommt, spricht dies eher für eine Schmerzausstrahlung aus dem Schultergelenk. Da auch eine Einengung der Nerven an der Hand (Karpaltunnelsyndrom) zu ausstrahlenden Schmerzen führen kann, beobachten Sie auch, ob das feste Zusammendrücken der Faust Schmerzen verursacht oder ob bestimmte Finger weniger Kraft haben.

Mögliche Ursachen

Bei Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule und bei Bandscheibenveränderungen kommt es zu einer starken Schmerzhaftigkeit und der Schmerz nimmt in bestimmten Lagepositionen zu. Manchmal kommt es zusätzlich zum Einschlafen einzelner Finger oder zu einem in den Oberarm und die Hand ausstrahlenden Kribbelgefühl mit Über- oder Unterempfindlichkeit der Haut. Durch die Schmerzhaftigkeit besteht eine Schutzhaltung und eine Bewegungseinschränkung. Aber auch bei Muskelverspannungen oder Blockierungen kann es zu ausstrahlenden Schmerzen in den Arm kommen. Die Nerven der Hand und des Armes ziehen über die Schulter-Nacken-Region in den Halsbereich und gehen dort in das Rückenmark über. Verspannungen der Muskeln können einen Druck auf die Nerven ausüben, sodass die Nervenleitung gestört wird.

Dies ist dann durch Einschlafen der Finger oder der gesamten Hand spürbar. Unter jedem Halswirbel verlässt ein Nerv das Rückenmark. Da jeder Nerv für einen ganz bestimmten Bereich der Hand zuständig ist, hat es sich bewährt, auf den Ort der Gefühlsstörung besonders zu achten. Ist nur der kleine Finger und der äußere Teil des Ringfingers in seiner Empfindlichkeit vermindert, spricht dies, anders als bei einer Gefühlsstörung der ganzen Hand, eher für eine bandscheibenbedingte Ursache. Als Faustregel gilt: Je eindeutiger Sie die Gefühlsstörung einem Bereich in dieser Tafel zuordnen können, desto eher kann ein Bandscheibenvorfall die Ursache Ihrer Beschwerden sein. Wenn die Gefühlsstörung sich klar zuordnen lässt oder Ihnen eine Kraftminderung der Finger oder des Armes auffällt, sollten Sie unverzüglich eine weitere ärztliche Untersuchung vereinbaren.

Da manchmal auch eine Schmerzausstrahlung durch Veränderungen der Nerven im Ellenbogengelenk oder im Handgelenk ausgelöst werden kann, ist zumeist auch eine neurologische Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit erforderlich.

Kopfschmerzen, Schwindel oder Ohrgeräusch

(Med.: Cephalgie = Kopfshmerz, Vertigo = Schwindel, Tinnitus = Ohrgeräusch verschiedenster Ursache)

Bei halswirbelsäulenbedingtem Kopfschmerz kommt es oftmals dazu, dass die Schmerzen ausgehend von einem Verkrampfungsgefühl im Nacken entstehen. Bedingt durch die Nähe zum Ohr und die vielfältigen Nervenverbindungen können auch Schwindel und Übelkeit ausgelöst werden. Dieser Kopfschmerz ist oft dann mit einer Blockierung der obersten Halswirbel verbunden, sodass die Untersuchung durch einen manualtherapeutisch geschulten Arzt hilfreiche Unterstützung bietet.

Bei zusätzlich bestehenden Verspannungen der unteren Halswirbelsäule und der Schulter-Nacken-Region helfen die beschriebenen Mittel und Übungen zur Muskelentspannung.

Symptome

Bei halswirbelsäulenbedingtem Kopfschmerz kommt es oftmals dazu, dass die Schmerzen ausgehend von einem Verkrampfungsgefühl im Nacken entstehen. Bedingt durch die Nähe zum Ohr und die vielfältigen Nervenverbindungen können auch Schwindel und Übelkeit ausgelöst werden. Dieser Kopfschmerz ist oft dann mit einer Blockierung der obersten Halswirbel verbunden, sodass die Untersuchung durch einen manualtherapeutisch geschulten Arzt hilfreiche Unterstützung bietet.

Bei zusätzlich bestehenden Verspannungen der unteren Halswirbelsäule und der Schulter-Nacken-Region helfen die beschriebenen Mittel und Übungen zur Muskelentspannung.

 

Auch wenn sich manchmal in der akuten Phase durch die speziellen Übungen keine Verbesserung erreichen lässt, hat sich doch gezeigt, dass sich durch regelmäßiges Üben die Schmerzhäufigkeit und die Schmerzdauer der nackenbedingten Kopfschmerzen wesentlich reduzieren lässt. Auch bei der klassischen Migräne kommt es durch beweglichkeits- fördemde und entspannende Übungen zu einer Verminderung der Schmerzhäufigkeit und der Schmerzintensität.

Selbstcheck

Kopfschmerzen, Schwindel und Ohrgeräusche können über Verspannungen der tiefen Nackenmuskulatur ausgelöst werden. Beobachten Sie einmal, ob der Kopfschmerz im Nacken beginnt oder durch einen Nackenschmerz ausgelöst wird. Falls zusätzliche Einschränkungen in der Beweglichkeit bestehen oder Sie druckschmerzhafte Punkte finden, ist es möglich, dass Ihre Beschwerden hierdurch verursacht werden. Eine genauere Untersuchung zur Feststellung der Zusammenhänge kann von Ihrem Arzt durchgeführt werden.

Um die Auswirkung innerer Organe auf die Beschwerden festzustellen, probieren Sie einmal, ob sich durch das Nach-oben-Ziehen der Rippenbögen, das Reiben der Augen oder das Auflegen einer Wärmflasche auf den Bauch eine Veränderung der Symptome einstellt. Bei deutlicher Verbesserung hilft eine osteopathische Untersuchung.

Mögliche Ursachen

Die Ursachen für Kopfschmerzen und Schwindel sihd vielfältig und werden auch durch Veränderungen in weiter entfernt liegenden Körperregionen ausgelöst. Vor einer Selbstbehandlung sollten Sie Erkrankungen des Ohrs und des Gleichgewichtsorgans durch eine Untersuchung des HNO-Arztes oder auch eines Neurologen ausschließen lassen. Aus orthopädischer Sicht können Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur, der tiefen Halsmuskulatur oder Blockierungen der kleinen Wirbelgelenke an der Halswirbelsäule Ursachen für Kopfschmerzen, aber auch für Schwindel und Ohrgeräusche sein.

Ebenso können Bandscheibenschäden, Verschleißerscheinungen der kleinen Wirbelgelenke oder Entzündungen und Fehlbildungen der Wirbel zu Schmerzen führen. Um dies genauer festzustellen, ist zumeist eine Röntgenuntersuchung erforderlich. Auch Störungen der Sehfähigkeit oder eine ungleiche Sehfähigkeit der Augen können über eine veränderte Kopfhaltung oder eine Verspannung der Muskulatur zu Kopfschmerzen und Schwindel führen.

Veränderungen der inneren Organe können mit einer vermehrten Muskelanspannung oder einer Anspannung des Zwerchfells einhergehen und ebenso zu diesen Symptomen beitragen. Kopfschmerzen oder Schwindel können auch durch zu niedrigen Blutdruck oder Flüssigkeitsmangel ausgelöst werden

Übungen zur Selbsthilfe

Wenn Kopfschmerzen vom Nacken beginnend nach vorn ausstrahlen oder nach längerem Sitzen, Arbeiten am Computer oder bei Nackenverspannungen, auftreten, helfen Beweglichkeits- und Entspannungsübungen, die zu einer vermehrten Durchblutung der Nackenregion führen und gleichzeitig eine Aktivierung der Muskulatur erreichen.

Übungsbeispiel:
Kleine Kopfbewegungen (S.79)

Ziel: Mobilisation der oberen Halswirbelsäule mit Fixieren der unteren Halswirbelsäule

Übungsbeschreibung:

  • Sie legen eine Hand unterhalb des Kopfansatzes an den Na­cken und schmiegen sich der Form der Halswirbelsäule mit Ihren Fingern an. Sie fixieren damit die Halswirbelsäule. Die andere Hand berührt das Kinn mit Daumen und Zeigefinger. Sie dient als Kontrolle der Bewegung.
  • Bewegen Sie den Kopf in gerin­gem Bewegungsausschlag nach unten und wieder nach oben in die Ausgangsstellung.
  • In kleinen Bewegungsaus­schlägen neigen Sie den Kopf einige Male nach rechts und nach links.


Wahrnehmung:
Sie spüren die kleinsten Bewegungen in den Kopfgelenken (obere Halswir­belsäule).

Übungshinweise:

  • Mit dieser Übung mobilisieren Sie das sog. Kopfgelenk, dessen umliegende Muskulatur oft­mals stark verspannt ist.
  • Die Bewegungsausschläge sind nur sehr klein.
  • Sollte Ihnen bei den Übungen schwindlig werden, überprüfen Sie die Ausführung der Übung, reduzieren Sie das Bewegungsausmaß oder brechen Sie die Übung ganz ab.
  • In Variation können Sie den Kopf auch in sehr kleinem Be­wegungsausschlag zur Seite neigen.


Fehlerquellen:
Bewegungsausschläge sind zu groß, Hand liegt zu tief, Halswirbelsäule wird nicht ausreichend fixiert

 

Weitere Übungsbeispiele im Buch

Verspannungen und Verhärtungen

  • Traktion im Liegen S. 71
  • Selbstmassage Übergang Kopf und Hals S. 74
  • Ausstreichen der Halswirbelsäule S. 76
  • Funktionsmassage im Bereich Kopfgelenk S. 75
  • Beweglichkeit Halswirbelsäule -Kopfdrehen S.78
  • Mobilisation Schultergürtel -Schulterbewegungen S. 83
  • Kleine Kopfbewegungen S.79
  • Beweglichkeit Zwerchfell -Zwerchfelllift S. 90
  • Mobilisation der Rückenmarkshaut und des Nervensystems S.100
  • Kopf zur Seite drehen S. 81
  • Mobilisation Halswirbelgelenke unter Kompression S. 80
  • Dehnung Kapuzenmuskulatur S. 95
  • Dehnung Schulterblattheber S. 96
  • Dehnung kurze Nackenmuskeln S. 93
  • Dehnung und Entspannung Kiefergelenk S. 94
  • Ansteuerung der vorderen Halsmuskulatur S. 102

Schmerzhafte Bewegungssteife

  • Traktion im Liegen S. 71
  • Selbstmassage Halswirbelsäule S.73
  • Selbstmassage Obergang Kopf und Hals S. 74
  • Ausstreichen der Halswirbelsäule S. 76
  • Beweglichkeit Funktionsmassage im Bereich Kopfgelenk S.75
  • Mobilisation der oberen Brustwirbelsäule S. 85/86
  • Mobilisation der oberen und unteren Brustwirbelsäule S. 85/86
  • Mobilisation Schulterqürtel -Schulterbewegungen S. 82
  • Beweglichkeit Zwerchfell -Zwerchfelllift S. 90
  • Kopf zur Seite drehen S. 81
  • Beweglichkeit Halswirbelsäule -KopfdrehenS. 78
  • Kleine Kopfbewegungen S. 79
  • Drehdehnlagerung S. 87
    Mobilisation Halswirbelgelenke unter Kompression S. 80
  • Dehnung Kapuzenmuskulatur S.95
    Dehnung Schulterblattheber S. 96
  • Dehnung kurze Nackenmuskeln S.93
  • Dehnung und Entspannung Kiefergelenk S. 94
  • Ansteuerung der vorderen Halsmuskulatur S. 102

Ausstrahlende Schmerzen, Einschlafende Arme/Finger

  • Traktion im Liegen S. 71
  • Selbstmassage Halswirbelsäule S.73
  • Ausstreichen der Halswirbelsäule S. 76
  • Beweglichkeit Halswirbelsäule -Kopfdrehen S. 78
  • Beweglichkeit Zwerchfell - Zwerchfelllift S. 90
  • Mobilisation der oberen und unteren Brustwirbelsäule S. 86
  • Mobilisation Schultergürtel - Schulterbewegungen S. 82
  • Drehdehnlagerung S. 87
  • Kopf zur Seite drehen S. 81
  • Mobilisation der Rückenmarkshaut und des Nervensystems S.100
  • Dehnung Kapuzenmuskulatur S.95
  • Dehnung Schulterblattheber S. 96
  • Ansteuerung der vorderen Halsmuskulatur S. 102
  • Ansteuerung Schulterblattmuskulatur S. 103

Kopfschmerzen, Schwindel oder Ohrgeräusch

  • Traktion im Liegen S. 71
  • Selbstmassage Halswirbelsäule S.73
  • Selbstmassage Übergang Kopf und Hals S. 74
  • Ausstreichen der Halswirbelsäule S. 76
  • Augenentspannung - «Palmieren» S. 77
  • Selbstmassage Kopf und Gesicht S. 72
  • Beweglichkeit Funktionsmassage im Bereich Kopfgelenk S.75
  • Beweglichkeit Zwerchfell -Zwerchfelllift S. 90
  • Beweglichkeit Halswirbelsäule -Kopfdrehen S. 78
  • Mobilisation der Rückenmarkshaut und des Nervensystems S.100
  • Dehnung Kapuzenmuskulatur S.95
  • Dehnung Schulterblattheber S.96
  • Dehnung kurze Nackenmuskeln S.93
  • Dehnung und Entspannung Kiefergelenk S. 94

Helfen Sie uns die Artikel und Texte zu verbessern,
wir freuen uns über Ihre Anregungen und Ergänzungswünsche.

Oder stellen Sie eine Frage zu diesem Artikel.

Ihr Name *
erforderlich, wird veröffentlicht
Ihre Email
optional, wird nicht veröffentlicht. Sie erhalten eine Nachricht nach Beantwortung.
Ihr Kommentar * / Ihre Frage *
Ich bin mit der Veröffentlichung meines Kommentars und meines Namens einverstanden

Fragen und Antworten

von Ingrid Koxholt am 04.08.2018

Seit acht Wochen kann ich meinen Kopf gleichermaßen nicht ausreichend nach rechts und links drehen. Es erfolgte durch de...

...n Orthopäden eine Schmerztherapie durch Spritzen, Tabletten, Infusio nen. Eine Röntgenuntersuchung zeigte einen leichten Verschleiß der Halswirbel, ein MRT zeigte lediglich eine minimale mediobilaterale Bandscheibenprotrusion C5/C6. Trotzdem habe ich starke Schmerzen beim Drehen des Halses. Seit Behandlungsbeginn zeigt sich keinerlei Verbesserung der Problematik. Wie kann man noch weiterbehandeln? Ich habe Angst vor einer Chronifizierung.

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo Ingrid,

hatten Sie schon Krankengymnastik oder Manualterapie?

Akupunktur? Trainingstherapie?

Dies wären weitere Behandlungsmöglichkeiten. 

Beste Grüße!

von Lena am 30.07.2018

Sehr geehrter Herr Dr. Gassen, ich schreibe Ihnen heute, weil ich mittlerweile ziemlich verzweifeltbin. Vor heute genau ...

...15 Wochen habe ich drei 60 Liter Blumenerde Säcke in meinen Kofferraum von meinem Auto gehoben; danach lag ich im Krankenhaus. Meine Arme und Beine haben furchtbar gekribbelt und dazu kam das Gefühl, dass meine Brust sich zuschnürt. Im Krankenhaus wurde ein Bild vom Thorax gemacht und mein Herz untersucht mit Ultraschall, Blut, Überwachung über Nacht und EKG. Alles in Ordnung. Seit 15 Wochen habe ich nun starke Schmerzen auf meinen Rippen, links einen eingeschlafenen kleinen Finger und am rechten Arm und Fuß kribbeln. MRT vom Kopf wurde gemacht...unaufällig. Ein MRT von der HWS und BWS wurde auch veranlasst. Hier wurden festgestellt, dass in in Th2/3 einen Blockwirbel habe und eine leichte Bandscheibendehydration C5/6 und C6/7. Neurologisch wurde ich bereits ebenfalls untersucht. Nervenbahnen Arme und Hände wurden gemessen, Augen und auch ein EEG gemacht. Alles in bester Ordnung. Nun habe ich eine Frage: Was können die Schmerzen auf meinen Rippen sein und vor allem das einschlafen in meine Finger? Was kann ich dagegen versuchen bzw. gibt es irgendwelche Hilfsmittel die man für Nervenschmerzen auf den Rippen machen oder nehmen kann? Bei meinem Orthopäden und meiner Hausärtzin bin ich mittlerweile als "Panik" Patient abgestempelt, weil die MRT und auch beim Neurologe nichts festegestellt werden konnte. Ich freue mich über eine Nachricht von Ihnen!! Vielen Dank und liebe Grüße, Lena

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo Lena,

ich kann Ihre Verzweifelung gut verstehen. Vier Monate mit solchen Beschwerden sind schon eine sehr lange Zeit.

Das wichtigste zuerst: Ich habe schon öfters von Patienten von ähnlichen Beschwerden nach schwerem Heben oder zum Beispiel auch nach einen Sturz gehört. Durch eine ungewohnte oder plötzliche körperliche Überlastung kann eine "Nervenreizung" entstehen. 

Gut, dass bei Ihnen schon alles untersucht wurde, nach meiner Erfahrung können Sie sich auf die Ergebnisse (das nichts organisches gefunden wurde) verlassen.

Was nichts heißt das Sie nichts haben! - Sondern nur das man es nicht sehen oder messen kann.

Manchmal entsteht nach plötzliche Überlastungen  eine Irritation des Nervensystems, die zu verschiedensten Symptomen führen kann. Das mit der Panik ist dabei nicht ganz falsch (auch die kann man nicht im MRT darstellen oder messen),  der entscheidende Unterschied ist jedoch, das es sich hierbei prmär nicht um ein psychisches Phänomen handelt. Aber es kann natürlich trotzdem sehr beunruhigend sein.

Die Beschwerden an den Rippen entstehen durch eine Reizung der Nerven an der Brustwirbelsäule(Intercostalneuralgie), dies dürfte auch eine Folge des Verhebens gewesen sein.

Wahrscheinlich ist Ihr Muskulatur Ihres Rücken und besonders Ihrer Halswirbelsäule nicht besonders gut oder Sie haben eine leichte Überbeweglichkeit, dann kann die körperliche Überlastung zu einer Nervendehnung und damit zu dem (nicht messbaren) Reizzustand geführt haben.

Da das MRT und der neurlogische Befund unauffällig sind, wurde kein Gewebe zerstört.

Was ist also zu tun?

1. Ruhe bewahren - ganz wichtig - das geht wieder vorbei!

2. Leichtes Kräftigungstraing zunächst der unteren, dann der mittleren, und wenn das alles gut vertragen wird auch der Halsmuskeln! GANZ WICHTIG ! 3x täglich 10-15MIN.)

3. KEINE -oder nur sehr wenige -Dehnungsübungen!

4. Trotzdem bewegen und möglichst alles machen - es kann nichts schlimmes passieren (auch wenn es kribbelt)!!

5. Passive Behandlungen, wie Massage oder Osteopathie helfen zumeist nicht nachhaltig -weglassen!

6. Keine Wärme, sie aktiviert das Schmerzsystem! Evtl. Eis/Eisabreibungen

7. Falls es Sie zu sehr beunruhigt  -> Schmerzmittel die das Schmerz-nervensystem beruhigen (ggf. Schmerztherapeuten fragen)

8. Auch bewusstes Ablenken vom Schmerz oder kribbeln ist erlaubt! Neue Untersuchungen zeigen: Durch ein zu starkes Beachten oder "hineinhören" in den Schmerz kann der Schmerz verstärkt werden und ein Schmerzgedächtnis entstehen!

Also- das wird wieder!

Alles gute!

 

 

von Jasmin am 19.07.2018

Sehr geehrter Herr Dr Gassen, Vor 2,5 Wochen würde ich wach und habe ein ziemliches ziehen im rechten Oberam verspür...

...t, ich bin 4oder 5 Nächte im auf der Couch in sehr ungünstiger Position eingeschlafen, rechte Hand verdreht unter dem Kopf. Ich hatte das gleiche bereits 1x im Oktober da ging es mit 2x Massage weg. Seit Oktober befinde mich allerdings im ruhemodus mit wenig körperlicher Aktivität aufgrund 4 Operationen und befinde mich hauptsächlich im Sitzmodus. Nun ich war beim Orthopäden, der hat mir spritzen gegeben, die haben nicht geholfen, gegen das Ziehen im Arm, kein Schmerzmittel hilft dagegen. Es ist auch bewegungsunabhängig. Dann war ich beim Chiropraktiker, auch nicht besser. 3x beim Osteopathen, welcher erstmals gesagt hat das es vom Hals ausgeht, es wurde leichter jedoch geht es nicht weg, auch wenn ich den Kopf retour gebe, sticht es gleich beim Anfang nach dem Hals.. Gestern war ich bei einem Dipl sport und Physiotherapeuten, erstmals untersuchte mich jemand. Er sagte dann, durch die lange schonung des Körpers, meiner falschen Körperhaltung (Schultern sind um 2/3 weit zu vorne- Schildkröte) haben die Nacken und Schultergürteln keine Kraft mehr, die schlaffen Muskeln, drücken auf Nerven und reizen diese. Genauso auf eine Arterie.... Er hat mich dann getappt, damit ich Unterstützung habe die Schultern richtig zu halten und die anspannung der Nacken und Schultermuskeln zu vermindern. Es ist alles frei beweglich. Außerdem hat er mir mit dem Theraband 2 Übungen gezeigt welche ich nun seit gestern 3x täglich 2x20 machen muss....außerdem meinte er es ist Zeit mich zu bewegen, mit sitzen und rumliegen wird sich nichts bessern. Deswegen war er gestern auch gegen eine Massage oder den erneuten Besuch beim Osteophaten, da es ja nur kurzzeitig hilft.ich muss was tun, sonst wird das nichts. am Dienstag muss ich wieder hin.. Er warnte mich auch, sollte ein Muskelkater auftreten, muss ich weitermachen, ansonsten wird es schlimmer. Ich habe das Gefühl das es hilft. Kann das alles von einer schlaffen Muskulatur kommen?? Nervenschmerzen im Arm durch schlaffe Muskulatur? Oder haben Sie vielleicht noch eine andere Idee? Ich nehme seit gestern auch Neurobion forte (Vitamin B1, B6, B12) Ich bedanke mich Jasmin

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo Jasmin,

 

grundsätzlich würde ich ihrem Vorgehen zustimmen.

Es ist sehr gut möglich dass sich durch die Ruhephase die Muskulatur deutlich zurückgebildet hat. Dann können die Wirbelkörper nicht mehr gut geführt werden und es können Reizungen/Irritationen der Nerven entstehen. Oft wird es mit dem entsprechenden Training dann viel besser. Ich halte es deshalb für eine sehr gute Idee zunächst mit den Übungen weiter fortzufahren!

Es ist auf jeden Fall richtig er, dass zeigen alle Studien, wieder mehr in Bewegung zu kommen.

Die Studien zeigen auch das fast immer durch das Training eine Besserung entsteht. Manchmal muss man jedoch auch verschiedene Übungen probieren, in den meisten Fällen spüren sich selber sehr genau ob die Übung angenehm oder hilfreich sein kann.

Ich denke Sie sind auf dem richtigen Weg!

 

von Karin Fischer am 04.07.2018

Guten Tag Dr. Gassen, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ein MRT von der HWS wurde noch nicht gemacht. Mein Hausarzt ...

...möchte noch abwarten. Den Rat mit der Osteopathie, werde ich auf jeden Fall befolgen. Danke nochmals.
von Karin Fischer am 03.07.2018

Guten Tag Dr. Gassen. Ich leide seit Oktober 2017 an Kopfschmerzen mit Nackenschmerzen, Schwindel aber nur im liegen, S...

...chmerzen in der linken Schulter ausstrahlend im Arm und Ellenbogen. Der keine Finger und der Ringfinger kribbeln. Hatte im Oktober auch einen Autounfall, Reh reingelaufen. Akute Blockade der HWS im Oktober 2017 und Februar 2018. Krankengymnastik und manuelle Therapie seit Oktober ohne Erfolg. Im April 2018 hatte ich eine LWS Operation mit Dekompresion von Dura und Radix mit Discotomie. L5S1. Können meine Beschwerden von der HWS kommen? Mit frd. Grüßen Frau Fischer

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo Frau Fischer,

die Beschwerden können aus der Halswirbelsäule entstehen, aber auch eine Verklebung im unteren Rücken nach der Operation wäre möglich.

Gibt es denn ein MRT der Halswirbelsäule?

Die Fascien und den unteren Rücken sollten Sie noch einmal osteopathisch überprüfen lassen.

von Michael Geis am 03.07.2018

Sehr geehrter Herr Dr. Gassen, ich habe nun bereits seit mehr als drei Jahren Beschwerden an meiner HWS. Waren es zu Anf...

...ang noch temporär auftretende Schmerzen, ist der Schmerz an der HWS heute, vor allem bei einer Drehbewegung nach rechts ein Dauerzustand. Hinzu kamen im Laufe der Zeit massive Rückenverspannungen und diverse vegetative Probleme. Das Ganze hat mittlerweile einen sehr einschränkenden Einfluss auf die Lebensqualität, da ein Zustand ständiger Verspannung und Schmerz entstanden ist. Hinzu kommen jetzt brennende Empfindungsstörungen in den Fingern. Vor ca. eineinhalb Jahren wurde meine HWS gerönthgt. Festgestellt wurde ein verschobener Atlas sowie eng stehende Wirbelkörper aufgrund Bandscheiben Verschleiß. Die Empfehlung des Arztes war manuelle Therapie sowie angemessene Sporteinheiten. Sport treibe ich noch heute diverse manuelle Therapien bzw. Besuche beim Osteopathen zeigten leider nur bedingte bzw. kurzfristige Erfolge. ich wäre für einen Rat dankbar.

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo Hr. Geis,

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat man verschiedene Abnutzungen an den Bandscheiben festgestellt. Die Schmerzen die sie berichten zeigen jedoch auch eine deutliche Chronifizierung des Schmerzes an. Wir wissen heute dass dadurch Veränderungen im Nervensystem entstehen. Auch die vegetativen Probleme sprechen dafür.

In diesem Zustand sind lokale Behandlung mit Manualtherapie und Sport nicht mehr ausreichend.

Hier bedarf es einer deutlich intensiveren Therapie, am besten über 2-3 Wochen in einer spezialisierten orthopädischen Schmerzklinik!

Alles Gute!

von Ingeborg römgens am 28.05.2018

War heute bei einem Orthopäden wegen meiner HWS Athrose...2. Meinung..mein Neurochirurgische möchte operieren..heute wur...

...de mir gesagt !dass eine Spritze in die HWS unter örtlicher Betäubung die Svhmerzen wegbrennt..weiß aber nicht ob es hilft..bei 3 Wirbel ist nicht mehr viel in den Zwisvhenräumen.weiss un nichtvwad ich machen soll.

Antwort von Dr. Marco Gassen

Am besten Sie besprechen das nocheinmal mit dem Hausarzt.

Freundliche Grüße

Gassen

 

von Heike am 20.04.2018

Lieber Herr Dr. Gassen, gerade bin ich auf diese Seite gestoßen. Vielleicht darf ich Ihnen kurz meine Symptomatik schi...

...ldern. Ich (39) habe seit vielen Jahren immer wieder Muskelverspannungen und hatte schon einige Hörstürze. Die Ursache für die Hörstürze konnte nie gefunden werden, ich war (zusätzlich zum HNO natürlich) einige Male beim Neurologen und zweimal im MRT zum Ausschluss eines Akustikusneurinoms. Auch der Orthopäde fand nichts. In den letzten Jahren wurden die Verspannungen immer schlimmer und häufiger, gingen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und einer Gangunsicherheit einher. Erst im Oktober war ich erneut beim Orthopäden - nichts. Nun habe ich seit Anfang März Lidflattern am rechten Auge und seit einigen Tagen urplötzlich keine Kraft mehr im rechten Daumen. Der Arzt meinte, ich solle noch eine Woche warten, bei fehlender Verbesserung würde er mir ein MRT wegen Ausschluss MS verschreiben. Das beunruhigt mich jetzt doch sehr und zur endgültigen Abklärung werden bei den Wartezeiten für Facharzttermine noch einige Wochen ins Land gehen. Klingt mein Beschwerdebild nicht eher nach einem Bandscheibenvorfall? Ich hatte das Gefühl, meine Kopfschmerzen und Verspannungen wurden nicht ernst genommen, und immer als psychisch bedingt eingestuft (was auch sein kann, ich weiß. Ich habe drei Kinder, eines davon mit Behinderung). Der Daumen allerdings (keine Schmerzen) macht mir aber doch Sorgen und der Gedanke an MS erst recht... Übrigens hat selbst bei dem Daumen mein Arzt eine Psychosomatik vermutet. Ich wäre sehr dankbar für Ihre kurze Einschätzung ... Vielen Dank vorab Heike

Antwort von Dr. Marco Gassen

Liebe Heike,

Mein erster Eindruck nach dem Lesen Ihrer Beschwerden und des Verlaufes, dass sich die Symptome am ehesten als Zeichen einer Überlastung ihres Nervensystems erklären lassen.

Verspannungen der Muskulatur entstehen in der Regel entweder durch sehr ungünstige körperliche Belastungen(Lange sitzen am Computer oder Handy) oder aufgrund einer erhöhten inneren Spannung. Die Aktivierung des sympathischen Nervensystems führt fast automatisch, und ohne dass wir es bewusst bemerken, zu einer Anspannung, Insbesondere der Nacken und Kiefermuskulatur.

Wenn für den Hörsturz keine Ursache gefunden wurde, d.h. kein organischer Grund, kann man oft davon ausgehen dass es in den meisten Fällen durch Stress bedingt ist. Natürlich können auch andere Krankheiten solche Symptome verursachen. In der Praxis ist dies jedoch extrem selten.

Wenn das Thema Psychosomatik schon einmal genannt wurde, welche Folgerungen wurden denn gezogen?

Wichtig ist, dass Sie sich nicht zusätzlich schlecht fühlen, weil man denkt die Beschwerden wären ja "nur" psychisch bedingt.

Erschwerend besteht auch oft die Einschätzung das stressbedingte oder psychosomatische Beschwerden etwas makelhaftes seien, so als ob man sich dafür schämen müßte.
Das Gegenteil ist eigentlich der Fall, die meisten Menschen die unter diesen Symptomen leiden, arbeiten viel und engagieren sich sehr für andere. Durch diese gut gemeinte hohe Belastung, spüren Sie aber oft nicht wenn sie sich über ihre Grenzen belasten oder sich zu viel zumuten.

Oft ist es dann sehr sinnvoll sich unterstützend beraten zu lassen, vielleicht lässt sich das ein oder andere an Belastung oder wie sie damit umgehen, doch leichter verändern als man denkt.

 

von Jessy am 14.04.2018

Hallo Dr.Gasse ich leide seit 3monaten unter nacken,schulterschmetzen die bis in die finger ziehen.es hat genau am he...

...iligabend mit einer falschen bewegung angefangen.ich hatte einen lagerungsschwindel rechts und hatte die epley manöver gemacht.kopf war nach rechts gedreht und von der liege position bin ich mit dem gedrehten kopf,abrupt hoch gekommen.mir wurde übelst schwindelig. ich habe schon eine Ârzte Marathon hinter mir: Mrt Schâdel (ohne Befund) Hno mit hörtests (ohne befund) ultraschall der halsgefässen (ohne befund) neurochirurg (er hat mich ausgelacht 2 verschiedenen Neurologen(neurologisch alles ok) grosse blutbild (ohne befund) Nervenleitungsmessung kommt noch Mrt der HWS ergab :sehr flache bsprotrusionen (2mm) auf höhe C5/6 und C6/7 ohne Nervenwurzel oder Myelonaffektion und steilstellung der hws mit angedeuteter kyphose Diagnose des Orthopäden:zerviobrochalgie,aber der arzt sagt das meine beschwerden nichts mit der hws zu tun haben,eher Verspannungen und Muskelverhärtung,die Hausärztin ist jedoch der meinung das es doch von der hws kommt?? Beschwerden: Verspannungen/Verhärtungen am nacken schulterbereich,ohrgeräusche,schwindel,mäßige kopfschmerzen,nacken schulzerschmerzen,muskelzuckungen,zittern der hände und finger(voallem mittlerer finger)bis vor 2tagen hatte ich schmerzen in den ganzen armen die bis in die finger zogen, Aber seit 2tagen sind die schmerzen verschwunden dafür habe ich pieksende schmerzen (wie mit einer nadel)am ganzen körper aber überwiegend in den händen,finger und fingerkuppen,im gesicht und taubheitsgefühl und brennen auf der zunge und manchmal in den lippen,(aber ist nicht wirklich taub) Nachdem pieksenden schmerz brennt es auch an der stelle. ich mache mich verrückt und habe angst das die nerven auf diese weise einen schaden annehmen und es zu einer lähmung kommt. Ich war gestern beim Neurologen (seit den beschwerden das 4mal.)sie sagte ich soll den termin,was wir vor wochen machte zu nervenleitungsmessung abwarten,und das pieksen versuchen zu ignorieren,aber der termin ist erst am 07.05ten. ich hatte zuvor immer körnerkissen auf meinen nacke und schulter gelegt und jeden tag 2-3mal yoga übungen gegen Verspannungen im nacken und Schulterbereich gemacht gehabt,könmte es sein das es dadurch zur nervenschädigung kam (zuviel wärme und übungen)und deswegen dieses pieksen und brennen?jetzt habe ich angst weiter zumachen,da ich denke das ich so mehr den nerv kaputt mache.ich trau mich auch nicht mehr zu arzt zu gehen.was denken sie,klar ist eine ferndiagnose nicht möglich aber genau das was ich hier als diagnose geschrieben habe,kam am ende raus? ich mache mich etwas verrückt,und weiss nicht wie ich mir selber helfen kann,ich hoffe sie nehmen mir den langen text nicht übel,ich wäre dennoch für ihre antwort sehr sehr dankbar Mit vielen Grüßen Jess

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo Jess,

Natürlich habe ich hier nicht die Zeit und die Möglichkeiten Ihnen alles ganz genau und ausführlich zu erklären.

Aber die Symptome wie sie berichten und die Art ihrer Beschwerden Sind kein Einzelfall, also bitte erst mal keine Panik, das Problem liegt eher daran dass die meisten Ärzte, wenn sie nichts messbares finden, nicht wissen wie sie damit umgehen sollen.

Und auch ganz wichtig: Es kann nichts kaputt gehen, weder an den Nerven noch an den Muskeln, noch an der Halswirbelsäule.

Es ist wohl eher so das Ihr Schmerzsystem überaktiviert ist. Wie genau das entsteht wird erst langsam verstanden, man kann es am ehesten verstehen wenn man es mit einer Allergie vergleicht, auch dort reagiert der Körper zu stark auf "normale" Reize.

Wenn möglich versuchen Sie die Yogaübungen zur Entspannung wieder aufzunehmen, auch wäre es gut wenn Sie vorsichtig ein paar Kräftigungsübungen beginnen. Und vor allem: Zuversicht, es kann nichts Schlimmes passieren -und es geht wieder weg!

Ich habe Ihre Frage zum Anlass genommen, diese Art der Symptome , Ihre Ursachen und wie sie damit umgehen sollten,noch einmal genauer zu beschreiben, ich werde mich im Laufe der nächste Woche nochmal melden!

Grüße!

von Zara am 06.04.2018

Hallo seit ein paar Monaten, schlafen meine beiden Hände in der Nacht ein meine Finger Ringfinger und Mittelfinger schme...

...rzen extrem, dass ich alle 2 Stunden wach werde. Die Schmerzen werden erst weniger wenn ich stehe und mit dem Kopf die Decke anschaue, seit einigen Tagen habe ich auch am Tag keine Kraft in der linken Hand, sowie starke Schmerzen wenn ich etwas fest halten oder eine Faust mache. Im Moment bin ich schwanger, sodass auch meine schlafpositionen eingeschränkt sind (23 SSW) Welche Bewegungen könnte und dürfte ich ausüben da ich momentan kein MRT durchführen darf ? Oder gibt es andere Lösungen für die Behandlung meiner Schmerzen?

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo,

wahrscheinlich ist im Rahmen der Schwangerschaft das Gewebe angeschwollen und stört die Nervenleitungen an der Hand (Karpaltunnel). Normalerweise helfen Krankengymnastik und ganz besonders eine nächtliche Schiene.

Vorsichtshalber würde ich aber zunächst kurzfristig ein Termin beim Neurologen vereinbaren!

Alles Gute, auch für die Schwangerschaft!

von Klaus Kirchner am 01.04.2018

Hallo, ich habe seit ein par Wochen Schmerzen vom Hals rechts, Schulter, Arm bis zum Mittelfingen, seit dieser Woche str...

...ahlt der Schmerz in die linke Brust aus und verursacht Schmerzen beim husten. wo her kann das kommen ?

Antwort von Dr. Marco Gassen

Das kann von einer Nervenreizung an der Halswirbelsäule entstehen, Sie sollten einen Arzt drauf schauen lassen, eventuell muss man ein MRT durchführen um die Bandscheiben und Nerven am Hals zu untersuchen.

von Ali am 30.03.2018

Vor 10 Tagen nachdem ich Nackenmuskulatur trainiert habe, begann meine Daumen und Zeigefinger (linker Arm) einzuschlafe...

...n. Bis jetzt zeigt es keine Besserung ganz im Gegenteil mein Handballen schmerzt extrem, dass ich Nachts nicht mehr richtig schlafen kann. Welcher Nerv könnte beschädigt sein oder eingeklemmt?

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo, besteht auch eine Schwäche der Hand-oder Armmuskel?

Bitte erst ein MRT machen lassen und damit zum Neurologen! Keine Übungen für den Nacken bis das Ergebnis der Untersuchungen bekannt ist!

von Sarina am 12.03.2018

Bei Schulterkreisen knackt es immer richtig dolle in den Schultergelenken. Besonders auf der linken Seite. Und beim Dreh...

...en des Kopfes knackt es auch im Nacken. Generell bin ich (denke ich) sehr verspannt. Rückensport hilft auch nicht wirklich weiter. Könnte eine Blockade in der Halswirbelsäule vorliegen? Vielen Dank im Voraus.

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo,

das es bei bestimmten Bewegungen des Kopfes an der Halswirbelsäule knackt ist ein relativ häufiges Symptom. Oft sind oft sind es Blockaden der kleinen Wirbelgelenke die sich spontan lösen. Die Ursache ist zumeist eine Kombination aus muskulärer Schwäche, Verspannung und ungünstiger Haltung.

Die Ursache ist also nicht eine Blockade, diese löst sich ja im knacken, sondern dass ich aufgrund der muskulären Verspannungen/Schwäche immer wieder neue Blockaden entwickeln.

von Todic Damir am 10.03.2018

Beim nach hinten legen des Kopfes. Also Kopf in den Nacken. Ziehen im Oberarm rechts

Antwort von Dr. Marco Gassen

Beim Rückwärtsbeugen des Kopfes werden die Nervenkanäle, in denen die Nerven seitlich aus der Halswirbelsäule austreten und z.B. zum Arm, der Hand und den Finger führen, durch die Bewegung etwas enger. Dies ist normal und führt zu keinen Beschwerden. Sollte jedoch ein Bandscheibenvorfall in ungünstiger Position vorhanden sein oder eine Abnutzung am Nervenaustrittskanal, kann der Schmerz im Rückwärtsneigen auf eine entsprechende Störung hindeuten. Gelegentlich entstehende Beschwerden aber aufgrund von Muskelspannungen. Hier ist eine neurologische Untersuchung erforderlich.

von Silke am 07.02.2018

Ich habe Schmerzen in der rechten Halsseite beim Überstrecken der Arme z.b.beim ausziehen kommt das von der Halswirbelsäule

Antwort von Dr. Marco Gassen

Hallo Silke,

dass er kann sowohl vom Hals als auch von der Schulter kommen.

Muss man also zunächst untersuchen, am besten erst mal den Hausarzt drauf schauen lassen.

Zum Seitenanfang